Oreste

In der Kammeroper wird „Oreste“ von Händel aufgeführt – eine große Freude für mich, habe ich doch von Kindheit an eine gewisse Schwäche für Barockopern. Ich mag die Strenge ihrer Rhythmik, die fast schon mantramäßige Repetitivität, das enge Korsett, in das so große Gefühle gezwungen werden.

Nicht so die Bessere Hälfte, die findet, die Opferbereitschaft eines Ehemannes darf dort enden, wo die Titelrolle von einem Countertenor gesungen wird… Und da er – sonst mit einer robusten Gesundheit gesegnet – die Tendenz hat, auf Überforderungen kultureller Art mit unglaublich schnell auftretenden körperlichen Symptomen (Stichwort Theaterfieber) zu reagieren, gebe ich den Versuch schnell auf, ihn zu überzeugen.

Dabei wäre Oreste die perfekte Einstiegsdroge für barocke Verzückungen: ist sie doch streng genommen keine Oper, sondern ein Pasticcio, von Händel für das Theater am Covent Garden zusammengestückelt aus seinen früheren Werken. Eine schnelle Abfolge von Blockbuster-Arien, auf unsere Zeit umgelegt etwa so, wie das Jukebox-Musical Mamma Mia. Die Strenge weicht daher oft dem Schlagerhaften. Die sehr gefällige Musik wird vom Publikum entsprechend gewürdigt: ich habe noch nie so viel begeisterten Szenenapplaus gehört, wie bei Oreste. Dabei können die wenigsten der Anwesenden wirkliche Opern-Rookies sein. Das Durchschnittsalter liegt bei gefühlt 70+.

Aber nun der Reihe nach.

Wir befinden uns auf Tauris – einer mythologisch oft bemühten Halbinsel, die – unheilvoll genug – am ehesten der heutigen Krim zugeschrieben wird. Hier regiert der blutrünstige Tyrann Toante, dem prophezeit wurde, von einem Fremden namens Oreste ermordet zu werden. Da er diesem Fluch entgehen möchte, lässt Toante alle Neuankömmlinge auf der Halbinsel von seiner Priesterin Ifigenia opfern. Dabei ahnt er nicht, dass Ifigenia (selbst ein Flüchtling) die Schwester des gefürchteten Orestes ist. Oreste wiederum weiß nichts von der Prophezeiung und landet prompt auf Tauris – auf der Suche nach Rast und Seelenheil, nachdem er blutige Rache an seiner Mutter geübt hatte. Wenig später erscheinen auch seine Frau Ermione und sein Freund Pilade, um ihm beizustehen…

Das Bühnenbild ist recht einfach und düster. Der Raum wird von einer dunklen, schräg platzierten Burg? Oder Bunker? U-Boot? dominiert. Nach langem Betrachten entscheide ich mich für ein gekentertes Schlachtschiff.

Auftritt Toante. Der Tyrann erhält per Rohrpost (ja Rohrpost – Regietheater eben) eine scheinbar schlechte Nachricht. Gemeinsam mit seinem düsteren Gesellen zieht er sich beängstigt auf sein Schiff zurück. Ist ja auch nicht einfach, ein Tyrann zu sein. Keine Beachparties und Sonnenschein an der lieblichen Schwarzmeerküste. Dafür Misstrauen, Angst, ein speckiger Anzug mit einer lächerlichen Kordel-Applikation und ein Haufen Altmetall, in dem er sein karges Leben fristet. (Wozu dann die ganze Tyrannei?  Frage ich mich. Wenn er schon alle Leute um sich herum unglücklich macht, sollte dann nicht wenigstens etwas Positives für ihn herausspringen? Toante bleibt mir die Antwort schuldig.)

Nun entsteigt dem Meer aber auch schon Oreste, in die Reste einer Galauniform gehüllt und von einer roten Schwimmweste geschützt. So viel Aktualität muss sein in einem Singspiel, in dem es heißt „Jedweder Fremde riskiert in unserem Land hier sein Leben“. Aber für Oreste scheint seine Flucht fürs Erste gut ausgegangen zu sein. Endlich Land, Sicherheit und Hoffnung. Jubelstimmung kommt trotzdem nicht auf, was verständlich ist, wenn man seine Vorgeschichte kennt.

Ein Vater, der die Familie seiner Mutter auslöschte, diese an Ort und Stelle vergewaltigte, um sie dann unter denkbar unwürdigen Umständen in seine Burg zu verschleppen. Im Kindesalter dann die blutige Rache der Mutter am Vater. Die Flucht des Kindes, um sein eigenes Leben zu retten. Später der von Apoll befohlene Racheakt an der Mutter und die Gewissenbisse, die ihn seither martern und in der Welt umherirren lassen. Das kommt eben davon, wenn die vereinten Gewaltphantasien von Euripides, Sophokles und Aischylos in Form eines unentrinnbaren Familienfluches auf einem lasten. Entsprechend ist Oreste beisammen. Gespenstisch weiß im Gesicht, mit rotunterlaufenen Augen, unsicheren Schritten, etwas wirr, wie von einer anderen Welt. Zu dieser Gemütsverfassung passt auch  seine Stimmlage sehr gut– Countertenor. Für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr ausdrucksstark.

Oreste allein

Gleich begegnen wir auch seiner Schwester, Ifigenia – einem weiteren Opfer des großen altgriechischen Fluches. Von ihrem Vater als Einsatz gegen etwas Segelwind beinahe geopfert, wurde sie von der Göttin Artemis gerettet, um fortan auf Tauris die rituelle Überhöhung für Toantes Mordmaschinerie zu bieten.  Als Priesterin verhöhnt muss sie alle Fremden enthaupten, die Tauris betreten.

Sie ist eine Massenmörderin wider Willen, weise und abgeklärt, vom männlichen Mordwahn um sie herum zutiefst angewidert.  Mit ihrem Leben hat sie bereits abgeschlossen und führt dieses nur mehr fort, um ihren Bruder irgendwann vielleicht retten zu können.

Sie steht im „Heiligen Hain“ der Artemis – zumindest in dem, wozu Toante diesen verkommen ließ – im Hintergrund ein blickdicht verpackter, kopfüber aufgehängter Leichnam. Herzzerreißend die Szene, als sie ihre blutverschmierte Ganzkörper-Schürze und ihre ebenfalls von Blut triefenden Handschuhe abstreift und dabei, wie zum Hohn, „Bella calma“ singt. Das also ist „schöne Ruhe“ auf dieser Halbinsel.

Ifigenia

Aber nun ist Oreste da und damit ein Sinn für ihr alptraumhaftes Leben. Sie weiß es zwar nicht genau, ob der Fremde tatsächlich ihr Bruder ist aber sie spürt es – und beordert ihn zum Heiligtum, wo er auf sie warten soll. Oreste fragt nichts, als er den heiligen Hain erblickt, seine Augen sprechen jedoch Bände: Diesen lieblos zusammengeschusterten Verschlag aus korrodierten Wellblechplatten – das also nennt ihr euren Tempel.

Ifigenia kann sich aber nicht mit ihm aufhalten, denn nun muss sie sich um ihren Verehrer, Filotete kümmern. Dieser recht einfache, aber fidele Soldat könnte der Schlüssel zu Orestes Freiheit sein, wenn Ifigenia es nur schafft, ihn zu bezirzen. Er ist ihr in ehrlicher Liebe zugetan und ahnt nicht, welche Abgründe sie von ihm, der mehr oder weniger verlässlichen Stütze der Macht, trennen und immer trennen werden. Er hat es in der Hand, Oreste laufen zu lassen und willigt, nach erstaunlich innigen, musikalisch wunderschön untermalten Augenblicken ein, es auch zu tun, wenn es darauf ankommt.

Ifigenia Ermione

Nun betreten aber auch schon Ermione (die Frau Orestes) und Pilade (sein bester Freund) Tauris. Die Oper rutscht hier ein wenig ins Groteske ab: Sie im roten Latex-Taucheranzug, mit einem wasserdichten Agentenkoffer, aus dem sie gemütlich ein rotes Kleid, einen schicken senfgelben Trenchcoat (schon auf meiner Wunschliste) und glitzernde rote Stöckelschuhe hervorzaubert. Während sie sich umzieht, singt sie gemütlich „Io sperai di veder i tuo volto“.

Auch Pilades‘ Kleidung ist ausgefallen: eine eigenwillige Interpretation des Konzepts „Matrosenkostüm“, das man am ehesten noch der Kategorie „Boku-Student auf einer Faschingsparty, eingekleidet von der Oma“ zuordnen könnte. (Weiße Strickweste? Really?) Entsprechend martialisch ist sein Gehabe. Nämlich gar nicht. (Habe ich schon Boku-Student erwähnt?).  Wie will er SO seinen Freund aus den Fängen des blutrünstigen Tyrannen befreien?

Wie es scheint, haben Ermione und Pilade, einer waschechten Agentenparodie nicht unähnlich, „keine Furcht, keine Angst und keine Ahnung“. Sie wissen weder, dass auf Tauris alle Fremden um ihr Leben fürchten müssen, noch dass es Toante in erster Linie auf Oreste abgesehen hat. Sie können sich einfach nicht vorstellen, wie eine Diktatur funktioniert. Ihre Naivität ist etwas ärgerlich. Gibt aber auf der anderen Seite auch Hoffnung, dass es sogar in dieser düsteren Zeit noch Menschen gibt, deren Seelen unbeschädigt blieben – die noch nicht am Rande des Wahnsinns agieren.

Fröhlich verteilt Pilade Suchzettel mit dem Namen Orestes und Ermione ist so sehr von der Wirksamkeit halbwegs normaler sozialer Gepflogenheiten überzeugt, dass sie, als Toante wenig später ein Auge auf sie wirft, eine Weile nicht einmal merkt, in welch gefährlicher Lage sie sich befindet. Dabei ist Toante mehr als deutlich: eine dezente Darstellung ist des Sängers Gustav Waltz Sache nicht. Er verkörpert den fiesen und lüsternen Tyrannen mit großer Spiellust und rücksichtsloser Grausamkeit.  Ermione weist seine Annäherungsversuche zurück, reagiert aber zunächst noch etwas amüsiert-kokett: Als wäre sie wirklich in der Lage, Nein zu sagen. Es vergeht nicht wenig Zeit, bis sie den Ernst ihrer Situation begreift. Pilade wird ins Gefängnis geworfen, während sie fürs Schlafzimmer des Diktators vorgesehen ist. Es bleibt ihr also nicht mehr viel übrig, als sich über ihre aussichtslose Lage zu beklagen. Mit „Dite pace e fulminate“ schließt der erste Akt.

Nach der Pause gibt es gleich einige testosteronbeladenen Szenen. Viele Drohungen, Schwüre, Gefangennahmen etc. bis in einem Befreiungsversuch von Oreste alle, wirklich alle männlichen Protagonisten aufeinander losgehen.

Oreste Kampf

Irgendwann verliert Ifigenia die Geduld und befiehlt ihnen, die Waffen niederzulegen. „Schluss damit!“ – gilt nun sowohl für Oreste, als auch für den König. Dieser gehorcht zähneknirschend, muss aber die göttliche Kraft akzeptieren, die er ihr verlieh, um seinen Dauer-Mordbefehl durch eine religiöse Überhöhung zu legitimieren. Er hasst Ifigenia, hasst sie umso mehr, weil er weiß, auf welch wackeligen Beinen die ihr verliehene göttliche Macht fußt. Aber ihr nicht zu gehorchen würde bedeuten, das System vor allen Untertanen zu hinterfragen. Und DIE Herausforderung will er doch nicht annehmen. Er zieht vorerst ab, Oreste und Pilade werden erneut eingekerkert und erwarten ihre Hinrichtung.

Nun muss Ifigenia sich noch mit dem unentschlossenen Filotete herumschlagen, der ihr ein Treffen mit ihrem Bruder unter vier Augen nicht ermöglichen möchte. Beherzt setzt sie ihren Charme ein, um ihn umzustimmen und kündigt ihm, als er sich unbeugsam zeigt, ihre Freundschaft auf.

Pilade und Oreste nehmen indes Abschied von einander –  diese Szene gehört zu jenen überaus starken, intimen Momenten, die das Rückgrat dieser Aufführung bieten. Gerührter Szenenapplaus.

Oreste Pilade

Inzwischen hat Filotetes Liebe zu Ifigenia über seine Loyalität zum König gesiegt. Unter witzigen, aber aus meiner Sicht überflüssigen Slapstickeinlagen (Stichwort Blumen, Bonbons und die Klapptür des Schlachtschiffes als Backofenöffnung, aus der er einen Gugelhupf hervorzaubert) überbringt er seiner Angebeteten die gute Nachricht, ihren Bruder befreien zu wollen.

Dies geschieht auch bald – aber Oreste kann sich nicht zur Flucht aufraffen, weil er seinen Freund Pilade nicht zurücklassen möchte. Sehr schön das Bild, in dem er sich unter dem Schlachtschiff in die Freiheit durchschlängelt, diese für einige Sekunden mit wahren Glücksgefühlen genießt, um dann vom Wahnsinn, der sich auf Tauris abspielt eingeholt zu werden. Er muss zurück zu seinem Freund.

Erst jetzt entdeckt er, dass auch Ermione auf der Insel ist. Anstatt jedoch ein gemeinsames Versteck zu suchen und einen Rettungsplan für Pilade zu erarbeiten, wird jetzt– der inneren Logik aller tragischen Oper folgend – gemeinsam gesungen, bis man auffliegt. Die Intimität der Musik und das stille Einverständnis des Paares sind jedoch dermaßen ergreifend, dass man diesen kleinen dramaturgischen Fauxpas gerne verzeiht. Ermione ist so zärtlich aber gleichzeitig so unbeugsam und voller Energie, dass man spürt: wenn überhaupt jemand, kann sie diesem Zerrissenen neue Lebenskraft schenken. Ich mag die leise, kaum wahrnehmbare Geste, als er sie, nur mit den Augen angedeutet, fragt, was es mit ihrer leichten Bekleidung auf sich habe (sie entkam gerade dem Schlafzimmer Toantes und trägt lediglich ein langes weißes Hemd). Und die ebenfalls subtile Antwort darauf. Die kleinen, magischen Momente der Liebe und Zusammengehörigkeit mitten auf dieser verfluchten Halbinsel.

Wie gesagt dauern diese aber nicht lang – Das Liebespaar wird entdeckt und erneut den Häschern zugeführt. Der König macht in seinen Privatgemächern Ermione, deren Garderobe mittlerweile wieder etwas öffentlichkeitstauglicher ist (aber warum Chanel?!) das Angebot, durch Untreue das Leben ihres Mannes zu erkaufen. Diese schaurige Unterredung erinnert sehr stark an Folterszenen und es wird klar, dass Ermione ihre anfängliche Naivität abgelegt hat und genau weiß, was gespielt wird. Sie verneint trotzdem und gehört somit dem Kreis der Todgeweihten an.

Ermione Toante

Filotete eröffnet der entmutigten Ifigenia, dass der Zeitpunkt nun gekommen sei, die Fremden ihrem Tod zuzuführen. Er macht zwar ungeschickte Anspielungen, die Hoffnung auf eine positive Wende noch nicht aufzugeben, aber Ifigenia scheint mit allem abgeschlossen zu haben. Sie wünscht sich nur mehr den Tod „Mi lagnerò, tacendo“. In einer alptraumhaften Sequenz legt sie ihre Schlächter-Schürze und ihre Handschuhe wieder an und stülpt sich eine unförmige rote Schüssel über den Kopf. Will sie nichts mehr sehen müssen? Oder sollen wir ihr Gesicht nicht mehr sehen? Oder soll die Schüssel das Blut der Hingerichteten auffangen, wenn es soweit ist?

Nun kommt ein langes Verwirrspiel. Wer von den Fremden soll zuerst getötet werden? Ermione? Oder Oreste? Oder Pilade, der sich als Oreste ausgibt? Es ist der König, der den Tod verdient – verkündet schließlich die tapfere Ifigenia. Sie steht mit ihrer Meinung nicht alleine da: es bricht eine Meuterei aus.  Leider ist dieser Aufstand jedoch nicht jene „göttliche Fügung“, die den Barockopern oft das so sehr herbeigesehnte Happy End beschert und die auch Händel für Oreste vorgesehen hat. Es sind nicht die Libretto-gemäßen „undefinierbaren Stimmen des Volkes“, die nach Freiheit verlangen.

Anstelle des Volkes steht ein einzelner hinter der plötzlichen Wende: Filotete hat ganz prosaisch die Soldaten bestochen. Und nun erlebt Oreste einen wahren Blutrausch, verfolgt (für das Publikum unsichtbar, da hinter Türen) den Diktator und erdolcht diesen mit dem rituellen Schwert. Blutüberströmt und siegestrunken taumelt er wieder hervor, mit einer waschechten Kappe der Marke „südamerikanischer Diktator“ ausgestattet. Nun ist klar, was am Ende des neu begonnenen Weges folgen wird. Während er seine entgeisterte Evita – sorry, Ermione – daher also das Chanel-Kostüm! – ins Innere des Schlachtschiffes führt, werden vor diesem neu angeschaffte Raketen platziert.

Oreste End

Filotete ist selig. Er hat einen neuen Herren, dem er dienen kann.

Ifigenia – nun sie streift ihre Priesterkleidung ab und verlässt Tauris. Sie hat ihr Werk vollendet, den Fluch abgewendet – oder doch erst recht vollbracht?

Pilade hält eine Pistole in der Hand und führt diese an seine Schläfe. Vorhang ab.

Das also ist Regietheater mit Barockmusik und altgriechischem Fluch. Ein einfaches, aber stimmiges Bühnenbild, gut durchdachte Lichteffekte, ein (auch stimmlich) recht starkes, spielfreudiges Ensemble, schön begleitet vom Bach Consort Wien, viele tiefgründige, aber auch einige unnötig lustige Details. Die Wahrheit ist der Menschheit zumutbar – meinte schon Ingeborg Bachmann und ich finde, dass auch der Schmerz durchaus zumutbar ist – ohne Verniedlichung durch Slapstickeinlagen.

Faszinierend wiederum ist, wie Musik und Inhalt aufeinandertreffen. Barockmusik wirkt auf mich immer sehr geordnet, diszipliniert und auch strahlend, lebensbejahend. Man will hoch hinaus, zu Gott. Diese Musik ist somit quasi der Gegenpol zum altgriechischen Wahn, zum unentrinnbaren Irrsinn, der hier doch so ausufernd zelebriert wird. Dadurch entsteht eine ungeheure Spannung zwischen Musik und Handlung. Als hätte man 2 Entwürfe für das menschliche Dasein. Die Musik: was wir sein könnten. Und die Handlung: was wir wirklich sind.

Und wir im 21. Jahrhundert haben nicht mehr die Unschuld (oder Heuchelei) der Barockzeit, den Gegensatz durch eine göttliche Fügung, durch die plötzliche Läuterung des Tyrannen o.Ä. aufzuheben. Bei uns geht es immer düster weiter, entlang der Blutspur, bis ins Innere des Schlachtschiffes.

Fotos ©Herwig Prammer

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